Stile, überzeugungen, dispositionen und emotionen im lernprozess
STILE, ÜBERZEUGUNGEN, DISPOSITIONEN UND EMOTIONEN IM LERNPROZESS
EXPERTISE VON: SPOK
ENTWICKELT UND GETESTET VON: SPOK
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KOMPETENZ – L3 LERNEN MANAGEN
L3.1 Bewusstsein für die eigenen Lerninteressen, -prozesse und bevorzugten Strategien, einschließlich Lernbedarfen und benötigter Unterstützung
LERNERGEBNISSE
L3.1.4. Man untersucht die Stile, Überzeugungen, Dispositionen und Emotionen, die den eigenen Lernprozess beeinflussen.
Motivation (affektiver Faktor)
Man ist in der Lage, die Lernergebnisse oder beruflichen Ergebnisse zu identifizieren, die man erreichen möchte.
Bewusstwerden der Gründe, warum man diese Lernergebnisse oder beruflichen Ergebnisse wertschätzt.
Man ist in der Lage, Faktoren (wie wahrgenommene Selbstwirksamkeit oder kausaler Attributionsstil) zu identifizieren, die Motivation und die Entscheidung zu handeln beeinflussen
Volition (affektiver Faktor)
Man erlangt Bewusstsein für die Faktoren, die die eigene Ausdauer bei der Umsetzung eines Studien- oder Arbeitsplans beeinflussen.
Verstehen der Notwendigkeit, Mechanismen zu identifizieren, um die Ausdauer zu steigern, wenn diese nachlässt
Kausaler Attributionsstil (affektiver Faktor)
Verstehen, auf welche Ursachen man normalerweise seinen Erfolg und Misserfolg zurückführt (interne oder externe Ursachen, stabile oder instabile Ursachen, kontrollierbare oder unkontrollierbare Ursachen).
Verstehen der Bedeutung, sich die Gewohnheit anzueignen, alternative Hypothesen zu formulieren, um den eigenen Erfolg und Misserfolg zu erklären.
Wahrgenommene Selbstwirksamkeit (affektiver Faktor)
Identifizieren der Auswirkungen von wahrgenommener niedriger Selbstwirksamkeit auf die eigenen Emotionen und Gefühle (z. B. Vorhersage negativer Ergebnisse der eigenen Handlungen; Verweigerung, eine Aufgabe auszuführen; Angst, Nervosität, mangelnde Ausdauer usw.).
Verstehen der Notwendigkeit, die Gewohnheit zu entwickeln, alternative Hypothesen zur Erklärung der eigenen Erfolge und Misserfolge zu formulieren.
Verstehen der Notwendigkeit, sich Herausforderungen zu stellen, die innerhalb der eigenen Zone der nächsten Entwicklung liegen.
Einstellung
Der Lernende gewöhnt sich daran, eine fehlgeschlagene Aufgabe zu analysieren und die Aufgabenbedingungen sowie kognitiven Bedingungen zu identifizieren, die geändert werden müssen, um die Erfolgschancen zu erhöhen.
ERASMUS+ PROGRAMM – KA2 KOOPERATIONSPARTNERSCHAFTSPROJEKT
n°2023-1-IT01-KA220-VET-000156675 – Lernkompetenz für Ausbilder/Lehrer in der beruflichen Erstausbildung
Lernmodul
STILE, ÜBERZEUGUNGEN, DISPOSITIONEN UND EMOTIONEN IM LERNPROZESS: Theoretische und praktische Materialien
Vorbereitet von: SPOK
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Online-Selbstlernkurs: „Verständnis allgemeiner Lernprozesse: Motivation und Strategien für erfolgreiches Lernen.“
Dieser Kurs bietet leicht verständliche Tipps und Theorien zu allgemeinen Lernprozessen und Lernmotivation. Außerdem werden Strategien vermittelt, die Ihnen helfen, effektiver zu lernen (und zu lehren). Ziel ist es, den Teilnehmern Wissen zu vermitteln, mit dem sie ihre Lernfähigkeiten verbessern und verstehen können, wie andere Lernende, beispielsweise Schüler und Auszubildende, in ihren Lernprozessen funktionieren. Der Kurs bietet eine ausgewogene Mischung aus theoretischen Konzepten, praktischen Übungen und reflektierenden Aktivitäten, die ein ansprechendes Selbstlernerlebnis schaffen. Hinweis: Sie benötigen eine Internetverbindung. Alle YouTube-Videos sind auf Englisch, verfügen jedoch über Untertitel!
Lernergebnisse
Am Ende dieses Kurses (Dauer ca. 3,5 bis 4 Stunden) werden Sie in der Lage sein:
- Grundlegende Theorien zu Lernprozessen zu beschreiben.
- Faktoren zu verstehen, die die Lernmotivation beeinflussen.
- Strategien anzuwenden, um den Lernerfolg zu steigern.
- Ihr eigenes Lernverhalten zu reflektieren.
Modul 1: Einführung in Lernprozesse (60 Minuten)
Ziele:
- Die Grundlagen des Lernens verstehen.
- Verschiedene Arten von Lernprozessen identifizieren.
Schritte:
- Lesematerial (20 Minuten): Einführung in allgemeine Lernprozesse, einschließlich:
- Schlüsselkonzepte: Kognitive, behaviorale und andere Ansätze des Lernens.
- Grundlegende Lernprozesse: Aufmerksamkeit, Speicherung, Wiedergabe und Motivation.
Link: Simply Psychology – Lerntheorie https://www.simplypsychology.org/learning.html
- Video (10 Minuten): Überblick darüber, wie Lernen funktioniert. Fokus auf kognitive Prozesse wie Gedächtnis, Verstehen und Abruf.
Videolink: CrashCourse – How We Learn: https://www.youtube.com/watch?v=wlaG99awCD8 - Aktivität (30 Minuten): Lernen Sie, wie Sie eine Mindmap Ihrer Lernprozesse erstellen können. Entdecken Sie die Möglichkeiten mit Online-Tools wie MindMeister oder Miro und erfahren Sie, wie diese funktionieren. Probieren Sie es aus, wenn Sie möchten!
Videotool-Link: MindMeister – Mind Mapping Tutorial: https://www.youtube.com/results?search_query=mindmeister+tutorial
Videotool-Link: Miro – Tutorial/Webinar: https://www.youtube.com/watch?v=mNNPchRnDp8
Modul 2: Theorien des Lernbewusstseins und der Motivation (75 Minuten)
Ziele:
- Theorien kennenlernen, die erklären, warum Menschen zum Lernen motiviert sind.
- Verstehen, wie Bewusstsein und Motivation die Lernergebnisse beeinflussen.
Schritte:
- Lesematerial (60 Minuten):
Lernen ist ein kontinuierlicher Prozess, der über die formale Bildung hinausgeht. Es bildet die Grundlage für persönliches Wachstum und Entwicklung und beeinflusst, wie Individuen die Welt wahrnehmen, Probleme lösen und neue Fähigkeiten erwerben. Lernbewusstsein oder Metakognition bezieht sich auf das Verständnis und die Kontrolle einer Person über ihren eigenen Lernprozess. Dieses Konzept ermutigt Lernende, zu erkennen, wie sie lernen, ihren Fortschritt zu überwachen und Strategien für ein effektiveres Lernen anzupassen. Es befähigt Individuen, aktive Teilnehmer ihrer Bildung zu werden, was zu einem tieferen Verständnis und langfristiger Wissensspeicherung führt.
Ein kritischer Aspekt des Lernbewusstseins ist die Selbstwahrnehmung – die Fähigkeit, über die eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu reflektieren. Im Kontext des Lernens bedeutet Selbstwahrnehmung, die eigenen Stärken, Schwächen und bevorzugten Lernstile zu erkennen. Wenn Lernende selbstbewusst sind, können sie identifizieren, was ihren Fortschritt fördert oder behindert, und entsprechend Anpassungen vornehmen. Zum Beispiel kann ein Student, der weiß, dass er Schwierigkeiten mit Zeitmanagement hat, Strategien entwickeln, um Lernphasen effektiver zu strukturieren.
Die Bedeutung von Selbstwahrnehmung im Lernen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Selbstbewusste Lernende setzen sich eher realistische Ziele, suchen bei Bedarf Hilfe und bleiben motiviert. Sie sind auch besser darauf vorbereitet, Stress zu bewältigen und Herausforderungen zu meistern. Darüber hinaus fördert Selbstwahrnehmung eine Wachstumsmentalität – den Glauben, dass Fähigkeiten durch Anstrengung und Übung entwickelt werden können –, was für den langfristigen Erfolg im Lernen unerlässlich ist.
Abschließend lässt sich sagen, dass Lernbewusstsein und Selbstwahrnehmung entscheidend dafür sind, ein effektiver Lernender zu werden. Indem sie ihre Lerngewohnheiten reflektieren, können Individuen ihre Fähigkeit verbessern, neues Wissen zu erwerben, sich an veränderte Umstände anzupassen und letztendlich ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Diese Fähigkeiten sind nicht nur in akademischen Kontexten von großem Wert, sondern auch im Alltag, da sie zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung beitragen.
Weitere Online-Texte lesen:
- Verywell Mind – Was ist Motivation?
Link: https://www.verywellmind.com/what-is-motivation-2795378
(Von Kendra Cherry, MSEd. Kendra Cherry ist Spezialistin für psychosoziale Rehabilitation, Psychologie-Dozentin und Autorin des „Everything Psychology Book“. Aktualisiert am 3. Mai 2023.) - Education Corner – Theorien der Motivation
Link: https://www.educationcorner.com/motivation-in-education/
(Von Mr. Becton Loveless, Aktualisiert: 13. April 2023.)
- Reflexionsaufgabe (15 Minuten): Beantworten Sie die folgende Frage und reflektieren Sie Ihren eigenen Lerntyp.
Frage: Welcher Lerntyp passt Ihrer Meinung nach am besten zu Ihnen und warum?
- Visuelle Lerner: Bevorzugen es, Informationen zu sehen und zu visualisieren. Sie lernen am besten durch Bilder, Diagramme, Diagramme, Videos und schriftliche Anweisungen.
- Auditive Lerner: Lernen am besten durch Zuhören. Sie bevorzugen gesprochene Anweisungen, Vorträge, Diskussionen und Audiomaterialien.
- Lese-/Schreib-Lerner: Bevorzugen Lesen und Schreiben als primäre Lernweise. Sie sind gut im Umgang mit textbasierten Informationen und Ergebnissen.
- Kinästhetische Lerner: Bevorzugen einen praktischen Ansatz beim Lernen. Sie lernen am besten durch Tun, Bewegung und Beteiligung an körperlichen Aktivitäten.
- Logische (mathematische) Lerner: Bevorzugen logisches Denken, Systeme und Muster. Sie sind gut im Analysieren von Daten, Arbeiten mit Zahlen und Erkennen von Beziehungen zwischen Konzepten.
F. Soziale (interpersonale) Lerner: Lernen am besten durch Gruppeninteraktionen, Diskussionen und Zusammenarbeit mit anderen.
Diese gängigen Lerntypen bieten einen Rahmen, um Ihre individuellen Lernpräferenzen zu verstehen. Dies kann dabei helfen, Bildungsstrategien anzupassen, um die Lerneffektivität zu maximieren. (Viele Menschen haben möglicherweise eine Kombination dieser Lernstile, anstatt genau in eine Kategorie zu passen.)
Modul 3: Strategien für erfolgreiches Lernen (55 Minuten)
Ziele:
- Effektive Strategien erkunden, die erfolgreiches Lernen unterstützen.
- Lernen, wie man diese Strategien in verschiedenen Kontexten anwendet.
Schritte:
- Video (5 Minuten): Erklärung der wichtigsten Strategien für erfolgreiches Lernen:
Videolink: TED-Ed – How to Study Effectively: https://www.youtube.com/watch?v=p60rN9JEapg - Lesematerial (30 Minuten): Ein Leitfaden zu praktischen Lernstrategien.
Besuchen Sie die Webseite „Learning Scientists – Study Tips: Six strategies for effective learning“ über den Link: https://www.learningscientists.org/downloadable-materials.
Sehen Sie sich die Grafiken an und laden Sie bei Bedarf passende Informationen herunter. Erfahren Sie mehr über deren Videokanal auf YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCjbAmxL6GZXiaoXuNE7cIYg/videos. - Aktivität (20 Minuten): Wenden Sie nach Abschluss von Schritt 2 diese Strategien auf ein Thema Ihrer Wahl an:
- Erstellen Sie einen Lernplan mit Hilfe von verteiltem Lernen (Spaced Repetition).
- Fassen Sie einen Artikel mithilfe von Abrufübungen (Retrieval Practice) zusammen.
- Nutzen Sie Dual Coding (z. B. eine Skizze, eine Zeitleiste usw.), um Wörter und visuelle Darstellungen zu einem freien Thema zu kombinieren.
Modul 4: Abschluss und Reflexion (20 Minuten)
Ziel:
Nach Abschluss dieses Kurses bitte den Kurs überprüfen und Ihre wichtigste Erkenntnis notieren. Mögliche Interessensbereiche könnten sein:
- Welche Lernstrategie planen Sie nach Abschluss dieses Kurses zu übernehmen?
- Was motiviert Sie am meisten beim Lernen?
- Was motiviert Sie beim Unterrichten?
- Falls nötig, geben Sie dem Projektteam konstruktives Feedback: mlandgren@bildungsmarkt.org